{"id":2738,"date":"2022-06-29T22:30:01","date_gmt":"2022-06-29T22:30:01","guid":{"rendered":"https:\/\/stadtratsberichte.de\/?p=2738"},"modified":"2022-07-05T11:49:31","modified_gmt":"2022-07-05T11:49:31","slug":"atom-oder-kohle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/stadtratsberichte.de\/?p=2738","title":{"rendered":"Atom oder Kohle ?"},"content":{"rendered":"\n<p>Wir befinden uns in einer Energiekrise. Der Blick auf die Nebenkostenabrechnung &#8211; jedenfalls die kommende &#8211; zeigt, dass die Heizkosten sich gerade vervielfachen, unabh\u00e4ngig davon, welcher Energietr\u00e4ger (\u00d6l, Erdgas, Fernw\u00e4rme, etc&#8230;.) zum Einsatz kommt. Bislang ist aus der Energiekrise keine Versorgungskrise geworden. Noch kommt der Strom aus der Steckdose und das Gas aus der Leitung. Aber die unvorhersehbaren Handlungen von Wladimir Putin im Rahmen seines Angriffskrieges gegen die Ukraine k\u00f6nnten schon in den n\u00e4chsten Tagen zu einem v\u00f6lligen Stopp der Gaslieferungen nach Deutschland f\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p>Vor diesem Hintergrund hat die CSU-Fraktion im Stadtrat zum wiederholten Male den Antrag gestellt, der Oberb\u00fcrgermeister solle sich auf Bundesebene f\u00fcr eine l\u00e4ngere Laufzeit des Kernkraftwerks Isar 2 einzusetzen. In der heutigen Vollversammlung des Stadtrates gab es dazu eine intensive Debatte mit jeder Menge Schuldzuweisungen. Daneben waren aber auch interessante Argumente zum F\u00fcr und Wider eines Weiterbetriebs des letzten Atomkraftwerks in Bayern zu h\u00f6ren. Dar\u00fcber soll im Folgenden berichtet werden, zusammen mit ein paar eigenen Gedanken, was in dieser schwierigen Lage der richtige Weg sein k\u00f6nnte.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Die Begr\u00fcndung des CSU-Antrages liest sich wie folgt:<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;<em>Wenn das Kernkraftwerk Isar 2 [&#8230;.], nicht zum 31.12.2022 abgeschaltet w\u00fcrde, sondern weiterlaufen k\u00f6nnte, w\u00fcrde dies im bayerischen Raum die Stromversorgung deutlich st\u00fctzen und k\u00f6nnte den Gasbedarf im Bereich der Stromerzeugung signifikant reduzieren. [&#8230;.] Ein aktuelles Gutachten des T\u00dcV S\u00fcd, welches im Auftrag des bayerischen Umweltministeriums erstellt wurde, [hat] ergeben, dass es aus sicherheitstechnischer Sicht keine Bedenken gegen eine Laufzeitverl\u00e4ngerung g\u00e4be &#8230;[&#8230;].<\/em>&#8220;  <\/p>\n\n\n\n<p>Zun\u00e4chst einmal fragt man sich, was der M\u00fcnchner Stadtrat damit zu tun hat. Denn f\u00fcr die Energiepolitik ist in erster Linie die Bundesregierung zust\u00e4ndig. Allerdings ist die Stadt M\u00fcnchen in einer besonderen Situation, denn ihr geh\u00f6ren 25 Prozent von Block 2 des Kraftwerks (&#8222;<em>Isar 2<\/em>&#8220; ). Als Minderheitseigent\u00fcmerin hat die Stadt zwar keine Entscheidungsmacht &#8211; die liegt bei den genehmigenden Bundesbeh\u00f6rden und beim Mehrheitseigner, dem E.ON Konzern &#8211; aber sie m\u00fcsste zumindest angeh\u00f6rt werden. <\/p>\n\n\n\n<p>Die obige Antragsbegr\u00fcndung klingt auf den ersten Blick einleuchtend. Wenn Gas knapp ist, sollte so wenig wie m\u00f6glich zur Stromerzeugung eingesetzt werden. Da liegt es nahe, Isar 2 selbst bei grunds\u00e4tzlichen Bedenken gegen die Kernkraft vorl\u00e4ufig weiter zu betreiben.<\/p>\n\n\n\n<p>Zu kl\u00e4ren ist allerdings, ob Isar 2 bei einem Weiterbetrieb tats\u00e4chlich die Stromversorgung &#8222;<em><strong>deutlich<\/strong> st\u00fctzt<\/em>&#8220; und den Gasbedarf zur Stromerzeugung &#8222;<em><strong>signifikant<\/strong> reduziert<\/em>&#8220; . Solche Aussagen \u00fcber technische Sachverhalte ohne Zahlen machen mich immer misstrauisch.  H\u00e4ufig werden damit Eindr\u00fccke erzeugt, die einer genaueren Betrachtung nicht standhalten. Im Einzelnen:<\/p>\n\n\n\n<p>In der Debatte hat der CSU-Fraktionsvorsitzende Manuel Pretzl auf das bereits oben genannte <a href=\"https:\/\/www.stmuv.bayern.de\/themen\/reaktorsicherheit\/doc\/tuev_stellungnahme.pdf\">T\u00dcV-Gutachten<\/a> verwiesen. Danach k\u00f6nnten bei einem Weiterbetrieb des Kraftwerks mit den bestehenden Brennst\u00e4ben \u00fcber einen Zeitraum von acht Monaten (Januar bis August 2023) insgesamt 5160 Gigawattstunden Strom erzeugt werden. Das sei viel, meint Herr Pretzl. Aber ist das wirklich ein relevanter Anteil an der gesamten Stromerzeugung?<\/p>\n\n\n\n<p>Das folgende Schaubild zeigt die gesamte Stromerzeugung in Deutschland und den aktuellen Anteil der Kernenergie in den letzten drei Monaten:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/stadtratsberichte.de\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/2022-06-29-2-1024x399.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2747\" width=\"512\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/stadtratsberichte.de\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/2022-06-29-2-1024x399.png 1024w, https:\/\/stadtratsberichte.de\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/2022-06-29-2-300x117.png 300w, https:\/\/stadtratsberichte.de\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/2022-06-29-2-768x299.png 768w, https:\/\/stadtratsberichte.de\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/2022-06-29-2-1536x598.png 1536w, https:\/\/stadtratsberichte.de\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/2022-06-29-2.png 1546w\" sizes=\"auto, (max-width: 512px) 100vw, 512px\" \/><figcaption>Aktueller Beitrag der Kernenergie (oliv) <br>zur gesamten Stromerzeugung (pink) <br>Quelle: Aggregierte Angaben der Netzbetreiber unter<br> <a href=\"http:\/\/www.agora-energiewende.de\/service\/agorameter\">www.agora-energiewende.de\/service\/agorameter<\/a><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend die Gesamtleistung der Stromerzeugung zwischen 50 GW und 70 GW schwankt, betr\u00e4gt die aktuelle Leistung der Kernkraftwerke im Maximum etwas weniger als 4 GW. <\/p>\n\n\n\n<p>Rechnet man die angegebenen 5160 Gigawattstunden Strom \u00fcber einen Zeitraum von acht Monaten in Leistung um (5160 GWh \/ 5760h) , erkennt man, dass der m\u00f6gliche Betrag von Isar 2 zur Stromversorgung ab 2023 bei <strong>etwas unter 0,9 GW<\/strong> liegt. Das sind gerade einmal <strong>1,5% der gesamten Stromerzeugung<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie verh\u00e4lt sich das zur Gasverstromung? Auch hier ist der Ausgangspunkt eine Betrachtung des Istzustandes:<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/stadtratsberichte.de\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/2022-06-29-3-1024x370.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2750\" width=\"600\" height=\"185\"\/><figcaption>Aktueller Beitrag der Erdgasverstromung (grau) <br>zur gesamten Stromerzeugung (pink) <br>Quelle: Aggregierte Angaben der Netzbetreiber unter <br><a href=\"http:\/\/www.agora-energiewende.de\/service\/agorameter\">www.agora-energiewende.de\/service\/agorameter<\/a><\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Um dieses Erdgas geht es. Es soll eingespart werden, damit es im Winter zum Heizen von Privathaushalten und f\u00fcr die Industrie zur Verf\u00fcgung steht. Wie man sieht, schwankt die Leistung aus Erdgasverstromung &#8211; die bedarfsgerechte flexible Nutzung war ja bis zum Ukrainekrieg der gro\u00dfe Vorteil dieses Energietr\u00e4gers &#8211; <strong>und liegt im Mittel bei etwa 10 GW.<\/strong> Will man also komplett auf die Verstromung von Erdgas verzichten, fehlen diese 10 GW bei der Stromerzeugung. Die obigen Zahlen zur zuk\u00fcnftigen Leistung von Isar 2 liegen bei 0,9 GW. Das ist weniger als 10% der im Mittel durch Erdgas erzeugten Leistung.<\/p>\n\n\n\n<p>Als Zwischenergebnis ist festzuhalten:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>die &#8222;<em>deutliche St\u00fctzung<\/em>&#8220; der Stromversorgung durch einen Weiterbetrieb von Isar2 liegt bei nur etwa 1,5%.<\/li><li>die <em>&#8222;signifikante Reduktion&#8220;<\/em> des Gasbedarfs zur Stromerzeugung durch Isar2 liegt unter 10%.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>In der Debatte hat der \u00d6DP-Stadtrat Tobias Ruff noch auf ein grunds\u00e4tzliches Problem beim Ersatz von Strom aus Erdgas durch Atomstrom hingewiesen: Die meisten Gaskraftwerke, insbesondere in M\u00fcnchen, erzeugen parallel zum Strom auch Fernw\u00e4rme (Kraftw\u00e4rmekopplung). W\u00fcrde der Strom aus diesen Kraftwerken durch Atomstrom ersetzt, w\u00fcrde im Winterhalbjahr die erforderliche Heizleistung f\u00fcr die M\u00fcnchner Fernw\u00e4rme fehlen. Denn die kann Isar 2 nicht bereitstellen.<\/p>\n\n\n\n<p>Was ist die Alternative? In der heutigen Sitzung hat es etwas gedauert, bis zumindest die SPD-Fraktion im Stadtrat klar benannt hat, dass sie eine verst\u00e4rkte Kohleverstromung kurzfristig f\u00fcr die bessere Option h\u00e4lt &#8211; trotz der damit steigenden CO2-Emissionen, die niemand m\u00f6chte. So hat es ja auch der gr\u00fcne Wirtschaftsminister Habeck vor einigen Tagen zusammen mit der Ausrufung des Alarmzustands bei der Gasversorgung angek\u00fcndigt. Im Stadtrat wollte sich jedoch niemand aus seiner Partei hinstellen und die Entscheidung f\u00fcr die Kohle rechtfertigen.  Stattdessen gab es &#8211; aus meiner Sicht v\u00f6llig berechtigt &#8211; Vorw\u00fcrfe an die CSU, den Ausbau der erneuerbaren Energien immer wieder behindert zu haben. <\/p>\n\n\n\n<p>Nur hilft das bei der Beantwortung der Frage, was in der aktuellen Notlage der richtige Weg ist, nicht weiter. Im Folgenden werden daher auch ein paar Zahlen zur Kohleverstromung in Deutschland diskutiert. Die aktuelle Situation zeigt folgendes Schaubild:<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/stadtratsberichte.de\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/2022-06-29-4-1-1024x434.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2770\" width=\"600\" srcset=\"https:\/\/stadtratsberichte.de\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/2022-06-29-4-1-1024x434.png 1024w, https:\/\/stadtratsberichte.de\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/2022-06-29-4-1-300x127.png 300w, https:\/\/stadtratsberichte.de\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/2022-06-29-4-1-768x326.png 768w, https:\/\/stadtratsberichte.de\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/2022-06-29-4-1.png 1474w\" sizes=\"(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>Aktueller Beitrag der Kohleverstromung (Braunkohle und Steinkohle) zur Stromerzeugung <br>Quelle: Aggregierte Angaben der Netzbetreiber <br><a href=\"http:\/\/www.agora-energiewende.de\/service\/agorameter\">www.agora-energiewende.de\/service\/agorameter<\/a><\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Man sieht unmittelbar, dass der Leistungsbeitrag der Kohleverstromung ungleich gr\u00f6\u00dfer ist als beim Erdgas und erst recht bei der Kernenergie. Die Leistung des Kohlestroms schwankt bislang je nach Bedarf zwischen<strong> 7 und 25 GW<\/strong>. Der m\u00f6gliche Beitrag von 0,9 GW von Isar 2 ist demgegen\u00fcber vernachl\u00e4ssigbar. F\u00fcr den Ersatz der im Mittel etwa 10 GW Leistung der Erdgasverstromung braucht es daher keinen Weiterbetrieb von Isar 2. Das schafft die Kohle alleine. Anders als der Atomstrom kommt bei der Kohleverstromung auch Kraftw\u00e4rmekopplung zum Einsatz. Wie bereits in einem <a href=\"https:\/\/stadtratsberichte.de\/?p=2487\">anderen Beitrag<\/a> ausgef\u00fchrt, liefert beispielsweise das mit Kohle befeuerte Heizkraftwerk im M\u00fcnchner Norden fasst die H\u00e4lfte der Fernw\u00e4rme f\u00fcr M\u00fcnchen.<\/p>\n\n\n\n<p>Offensichtlich sprechen auch wirtschaftliche Gr\u00fcnde, d.h. hohe Kosten, gegen den Weiterbetrieb von Isar 2. Wie der Leiter der Stadtwerke, Dr. Florian Bieberbach, in der Sitzung erl\u00e4uterte, hat sich auch die Mehrheitseigent\u00fcmerin, der E.ON Konzern, gegen einen Weiterbetrieb ausgesprochen.<\/p>\n\n\n\n<p>Schlie\u00dflich ist der Weiterbetrieb des Kernkraftwerkes nicht ohne Risiko. Das bereits erw\u00e4hnte <a href=\"https:\/\/www.stmuv.bayern.de\/themen\/reaktorsicherheit\/doc\/tuev_stellungnahme.pdf\">Gutachten des T\u00dcVs<\/a> l\u00e4sst erkennen, dass die alle zehn Jahre stattfindende gro\u00dfe Sicherheits\u00fcberpr\u00fcfung, die eigentlich 2019 f\u00e4llig war, in Anbetracht des nahen Laufzeitendes ausgesetzt worden ist. Der T\u00dcV meint nun, dass bei einem Weiterbetrieb die erforderlichen Pr\u00fcfungen auch ohne die sonst \u00fcbliche Abschaltung betriebsbegleitend durchgef\u00fchrt werden k\u00f6nnten. Ansonsten gelte folgende \u00dcberlegung:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/stadtratsberichte.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/2022-07-05-1024x122.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2786\" width=\"674\" height=\"80\" srcset=\"https:\/\/stadtratsberichte.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/2022-07-05-1024x122.png 1024w, https:\/\/stadtratsberichte.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/2022-07-05-300x36.png 300w, https:\/\/stadtratsberichte.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/2022-07-05-768x92.png 768w, https:\/\/stadtratsberichte.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/2022-07-05.png 1166w\" sizes=\"auto, (max-width: 674px) 100vw, 674px\" \/><figcaption><a href=\"https:\/\/www.stmuv.bayern.de\/themen\/reaktorsicherheit\/doc\/tuev_stellungnahme.pdf\">T\u00dcV-Gutachten,<\/a> Seite 6<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Um die Aussagekraft dieser Einsch\u00e4tzung zu bewerten, fehlen mir die Fachkenntnisse. Aber von einem abgeschalteten Kernkraftwerk gehen sicher weniger Risiken aus als von einem Kraftwerk, das in einem verl\u00e4ngerten Betrieb und mit ver\u00e4nderten \u00dcberpr\u00fcfungen gefahren wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Ergebnis halte ich daher die mit der gr\u00fcn-roten Mehrheit beschlossene Ablehnung des CSU-Antrages f\u00fcr richtig. F\u00fcr den &#8211; hoffentlich begrenzten &#8211; Zeitraum der gegenw\u00e4rtigen Energiekrise ist der Weiterbetrieb von Isar 2 nicht die richtige L\u00f6sung. Die verf\u00fcgbare  Leistung ist viel zu gering. An einer kurzfristigen Steigerung der Kohleverstromung f\u00fchrt kein Weg vorbei. <\/p>\n\n\n\n<p>Nicht beantworten kann ich allerdings die naheliegende Frage, warum die Entscheidung zur verst\u00e4rkten Kohleverstromung erst jetzt, vier Monate nach Kriegsbeginn, kommt. Das kann politische oder technische Gr\u00fcnde haben. M\u00f6glicherweise wird uns das in diesem Zeitraum verstromte Erdgas im kommenden Winter noch bitter fehlen. <\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir befinden uns in einer Energiekrise. Der Blick auf die Nebenkostenabrechnung &#8211; jedenfalls die kommende &#8211; zeigt, dass die Heizkosten sich gerade vervielfachen, unabh\u00e4ngig davon, welcher Energietr\u00e4ger (\u00d6l, Erdgas, Fernw\u00e4rme, etc&#8230;.) zum Einsatz kommt. Bislang ist aus der Energiekrise keine Versorgungskrise geworden. 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